26Sep2005

DVS Versicherungs-Symposion 2005 - Tagungsbericht

Am 20. und 21. September 2005 wurde das nunmehr 8. DVS Versicherungs-Symposion im Lufthansa Bildungszentrum in Seeheim-Jugenheim durchgeführt. Die überaus große Teilnehmerzahl unterstrich auf ein Neues, dass sich die Veranstaltung als das wohl wichtigste Zusammenkommen von versicherungsnehmender Wirtschaft und Assekuranz sowie Dienstleistern im Umfeld der Industrieversicherung fest etabliert hat.

Der Vorsitzende des DVS, Ralf Oelßner, Deutsche Lufthansa AG, Köln, gab in seiner Begrüßungsansprache erste Eindrücke von dem gerade zu Ende gegangenen Rendez-Vous du Septembre in Monte Carlo wieder. Er bezeichnete die Atmosphäre dieses ersten Treffens der Rückversicherer trotz der zurückliegenden Stürme in den USA als "unaufgeregt". Anders als bei den Anschlägen auf das World Trade Center träfe es die Versicherer diesmal nicht nach einer Phase weltweit gesunkener Preise. Vielmehr seien die Bilanzen und die Kapitalbasis der Rückversicherer durch vorherige hohe Gewinne deutlich gestärkt. Eine Parallele sah Oelßner dennoch: Auch diesmal stünden die Versicherer unter einem enormen öffentlichen Druck, finanziell das gerade zu rücken, was zuvor durch Versagen des Staates in Schieflage geraten sei.

Wilhelm Zeller, Hannover Rückversicherung AG, Hannover, setzte sich anschließend mit dem Thema " Der ideale Zedent für den Rückversicherer" auseinander. Hierbei differenzierte er zwischen dem US- und dem deutschen Zedenten. Der ideale US-Zedent beschränkt sich - so Zeller- auf das, was er (regional, sparten- und vertriebsmäßig) wirklich versteht, hat Vertrauen in sein Geschäft und läuft deshalb einen hohen Selbstbehalt. Er bediene sich modernster Methoden des Kapital- und Risikomanagements, habe dauerhaften Rückversicherungsbedarf, kaufe auf Profit Center- und nicht auf Corporate Basis ein und verfüge über hohe Finanzkraft. Außerdem böte er ein ausreichendes Gewinnpotential im Einklang mit den internen Margenanforderungen der Hannover Rück. Der ideale US-Zedent verstehe den flexiblen Zeichnungsansatz der Hannover Rück und erwarte ihre Unterstützung hauptsächlich außerhalb der Fortune 1000 Risiken.

Demgegenüber sei der ideale deutsche Zedent bereit zu einer langfristigen Partnerschaft, bevorzuge das Privatkundengeschäft einschließlich Gewerbe, sei interessiert an einer vertrauensvollen Zusammenarbeit und offen für die gemeinsame Entwicklung neuer Produkte. Darüber hinaus spiele er auf der gesamten RV-Klaviatur von der K-Quote über Nat- Kat-Deckungen bis hin zur Finanz-RV. Auskömmliche Prämien- und Bedingungsgestaltung sehe er als unabdingbar an und kaufe RV nach dem Prinzip "leben und leben lassen".

Mit "Versicherungsfragen beim Unternehmenskauf und -verkauf" beschäftigte sich anschließend Dr. Christoph Küppers, Lovells, Düsseldorf. Er stellte zunächst den typischen Ablauf von Unternehmenskäufen vor, und zwar sowohl im Rahmen von bilaterale Verhandlungen als auch von Bietungsverfahren ("controlled auction"). Vertieft behandelte er die unter beiden Varianten anstehenden Versicherungsfragen bei der Due Diligence, bei Carve Outs und bei den SPA-Verhandlungen (Share Purchase Agreement). Anschließend stellte er den Einsatz von Gewährleistungsversicherungen beim Unternehmenskauf vor. Neben den Anwendungsbereichen (Private Equity secondary buyouts, Unternehmensnachfolgen, finanzielle Schwierigkeiten des Verkäufers) ging er auf die Produkte ein, die er in Verkäuferpolicen - der Versicherungsvertrag schützt hier den Verkäufer, der aus den Gewährleistungen aus dem Kaufvertrag in Anspruch genommen wird - und Käuferpolicen - der Käufer hat hier direkten Versicherungsschutz neben den Gewährleistungsansprüchen aus dem Kaufvertrag - unterschied. Nach den Ausführungen von Dr. Küppers decken diese Policen u.a. die Haftung des Verkäufers aus Garantieverletzung gemäß SPA und dem Verkäufer unbekannte Risiken. Die Versicherungslaufzeit entspräche der Gewährleistungsfrist. Nicht gedeckt sind u.a. offengelegte Umstände (Disclosure Letter), aufgedeckte Risiken ("Insured's Knowledge"), Bußgelder und Strafen (Fines and Penalties) und "Black box"- Garantien sowie reine Freistellungen. Als Deckungssumme wurden € 150 - 170 Mio. genannt.

Dirk Harbrücker, Extremus AG, Köln,ging anschließend der Frage: "Neue Entwicklungen bei Extremus?" nach. Zur Bestandsentwicklung teilte er mit, dass Extremus 2005 auf 1.053 Verträge mit einer Versicherungssumme von 387.36.489 € und einer JHE von 78.556.501 € blicken könne. Die Industrie stellt zwar zahlenmäßig bei weitem nicht die meisten Verträge, ist aber mit einer Nettoprämie von 15,89 Mio € branchenmäßig der größte Zahler (Gesamtnettoprämie 2005: 59,57 Mio. €). Für das Jahr 2005 rechnet Harbrücker mit einem Gewinn für Extremus, wenngleich das Unternehmen sicherlich keine Gelddruckmaschine für seine Aktionäre sei. Zu den Veränderungen im Angebot der Extremus wies Harbrücker darauf hin, dass seit 1/2005 die Tarifkurve abgesenkt, die BU-Haftzeit auf max. 36 Monate angehoben, variable Selbstbehalte eingeführt und die Abschlußprovisionen angehoben worden sind. Seit 3/2005 ist außerdem die Versicherungssteuer von 16 auf 14,75 % gesenkt worden. Zu 1/2006 sollen die Versicherungsfalldefinition im Sinne einer sog. 24-Stundenklausel geändert werden, die mehrere Terrorakte an einem oder mehreren Versicherungsorten in diesem Zeitraum als einen Versicherungsfall gelten lässt. Außerdem sollen weitere Anpassungen an konventionelle Sach/BU-Deckungen erfolgen. Als nicht realisierbar bezeichnete Harbrücker dagegen die Einbeziehung sog. Wechselwirkungsschäden für eine Betriebsunterbrechung in Deutschland nach einem Sachschaden in der EU sowie Auslandsdeckungen. Allerdings werde Extremus als Vermittler für eine analog den Bedingungen der ATB aufgebaute Auslandsdeckung für Schäden im Geltungsbereich der EU (Coverholder ist die Catlin GmbH in Köln, Gerichtsstand ist Deutschland) auftreten.

Den Auftakt zu dem Themenblock "Versicherungsmärkte in Osteuropa" bildete der Vortrag von Dr. Nikolay Pilipenko, gillc S.A.G.L., Lugano, Schweiz, der unter dem Titel "Russians - Who are we? What do we think?" einen detaillierten Überblick über die politische, ökonomische und soziale Situation in Russland gab. Anschließend stellte Harry A. Daugird, ABB AG, Mannheim, den Versicherungsmarkt in Estland, Lettland, Litauen und Russland vor.

Estland, der kleinste der baltischen Staaten und seit 2004 Mitglied der EU und Nato, hatte 2003 eine Non-Life Prämie von USD 150 Mio. Im Jahr 2004 gab es in Estland 6 Non-Life-Versicherer. Die Sachversicherungssparte ist mit 22 % der Non-Life-Prämie noch relativ unterentwickelt, die Schadenquote lag bei ca. 44%. Risikomanagementkonzepte sind noch nicht sehr verbreitet, kommen aber langsam voran. Wie in anderen Nachfolgestaaten der UdSSR ist das Bewusstsein für die Haftpflichtversicherung noch nicht voll entwickelt. Marktstatistiken fehlen, der Prämienanteil am Gesamtmarkt hat aber eine vernachlässigbare Größe. Integration in globale Konzernprogramme ist nach Daugirds Ausführungen in Estland problemlos möglich, da dieses Land im Vergleich zu den beiden anderen baltischen Staaten am weitesten marktwirtschaftlich entwickelt ist.

Lettland, ebenfalls seit 2004 Mitglied der EU und Nato konnte 2003 ein Volumen im Versicherungsmarkt von USD 217,9 Mio aufweisen, wozu die Direktprämie Non-Life ca. USD 200 Mio beitrug. Insgesamt gab es 2004 12 Versicherer in Lettland. Ähnlich unterentwickelt wie in Estland ist in Lettland die Sachversicherungssparte mit nur 17% der Non-Life-Prämie. Auch hier sind Risikomanagementkonzepte noch nicht sehr verbreitet. Die Haftpflichtsparte hat einen Prämienanteil von nur 15 % des Gesamtmarktes. Eine Integration der Haftpflichtversicherung in globale Konzernprogramme ist möglich. Der flächenmäßig größte baltische Staat, Litauen, seit 2004 Mitglied der EU und Nato, konnte 2003 auf ein Versicherungsmarktvolumen von 267 Mio. USD mit einer Non-Life-Prämie von 197 Mio. USD blicken. 2004 gab es Litauen 19 Versicherer. Die Sachversicherung konnte nur ca. 19 % zur Non-Life-Prämie beitragen, Risikomanagementkonzepte sind noch nicht weit verbreitet. In Litauen trägt die Haftpflichtversicherung nur 10% zu den Prämien des Gesamtmarktes bei. Es bestehen keine besonderen Schwierigkeiten bei der Integration der Haftpflichtversicherungen in globale Konzernprogramme. Das Volumen des größten Flächenstaates der Erde, Russland, betrug 2003 USD 14,5 Mrd (ca. 4,9 USD Mrd Leben), wobei der Non-Life-Markt im Weltmaßstab eher klein ist (ca. die Größe der Türkei). Die Gesamtzahl der Versicherer liegt bei etwa 900, wobei allerdings von nur 200 "richtigen" Versicherern auszugehen ist, Tendenz fallend. "Non-Admitted"-Versicherung ist in Russland grundsätzlich nicht möglich. Zwar sind seit 2004 Mehrheitsbeteiligungen an russischen Versicherern durch ausländische Gesellschaften möglich, der Gesamtanteil der Ausländer ist aber auf 25 % beschränkt. Die Sachversicherung für lokale Risiken ist in Russland noch nicht sehr verbreitet. Vorsichtige Schätzungen gehen von ca. USD 700 Mio. "richtiger" Sachversicherungsprämie aus. "Ingosstrakh dominiert nach wie vor den industriellen Sektor. Fronting unterliegt keinen aufsichtsrechtlichen oder allgemeinrechtlichen Beschränkungen. Eine Zession in Konzernprogramme ist möglich. Obwohl die russische Rechtsordnung im Prinzip eine Haftung für Sach- und Personenschäden vorsieht, spielt die Haftpflichtversicherung eine noch untergeordnete Rolle. Ein langsamer Wandel ist aber absehbar.

Mit den "Perspektiven eines Schadens- Und Unfallversicherers in den Versicherungsmärkten in Osteuropa" setze sich Jens Wohlthat, HDI Industrie Versicherungs-AG, Hannover, auseinander. Die Attraktivität einzelner Länder bewertete Wohlthat nach den Kriterien Größe, Potential und Stabilität. Nach seiner Grobanalyse sind unter den vorgenannten Gesichtspunkten die Länder Polen, Ungarn, Slo- wenien, Tschechien, Kroatien und Slovakei attraktiv, Albanien, Bosnien-Herze-gowina, Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Rumänien, Russland und Ukraine dagegen derzeit weniger attraktiv. Wohlthat unterschied zwei Typen einer lokalen Organisationseinheit: die lokale Tochtergesellschaft, die separates Eigenkapital und eine eigene Bilanz benötigt und die ausländische Niederlassung, die ohne separates Eigenkapital in die Bilanz im Hauptsitzland integriert ist. Nur über letztere sei Industriegeschäft sinnvoll zu betreiben, die lokale Tochtergesellschaft stehe für Privat- und gewerbliches Standardgeschäft. Erfolgsfaktoren für lokale Organisationseinheiten n Osteuropa sei bei lokalen Gesellschaften das Vorhandensein von Wachstumsmärkten, bei Niederlassungen das Erreichen einer kritische Masse an zentral platziertem Großgeschäft.

Die Podiumsdiskussion des diesjährigen Symposions behandelte das Thema: "Das Geschäftsmodell der Makler nach Spitzer". Unter der Moderation von Dr. Stefan Sigulla, Siemens AG, München, tauschten Andreas Bruckner, Zürich Versicherungen, Frankfurt/M, Ralf M. Geck von Kaenel, Willis GmbH & Co KG, Frankfurt/M, Felix Hufeld, Marsh GmbH, München, Dr. Jürgen Kurth, AXA Corporate Solutions, Köln, Dr. Dankwart von Schultzendorff, Aon Jauch und Hübener Holdings GmbH, Hamburg, ihre Gedanken und Positionen aus. Dabei zeichnete sich folgendes Bild: Alle drei Maklerhäuser erklärten, weltweit keine Sonderprovisionen in Form von Contingent Commissions mehr zu erheben bzw. anzunehmen. Dies ist auch so im Zuge der Vergleichsverhandlungen mit den ermittelnden Behörden in den USA verpflichtend festgeschrieben worden. Darüber hinaus wurde von allen betont, dass man sich - forciert durch die Ermittlungen von dem New Yorker Generalsstaatsanwalt Eliot Spitzer - intensiv dem Thema Transparenz widmen wolle. Insofern verstehe man die Verfahren in Amerika nicht als Bedrohung, sondern als Chance, das Verhältnis zum Kunden zu verbessern. Welche Konsequenzen aus dem Transparenzgedanken zu ziehen sind, wurde allerdings unterschiedlich beantwortet. Am konkretesten wurde von Kaenel, der auf die Politik von Willis Deutschland hinwies, allen Kunden die Kosten für die Maklerdienstleistung mitzuteilen. Bei kleineren Kunden wird der Courtageanteil direkt auf der Rechnung ausgewiesen, im mittleren Segment soll er im Zuge der Jahresgespräche erörtert werden. Bei den Großkunden bestehe schon gegenwärtig ausreichende Transparenz. Von Kaenel meinte, dass die Kunden bisher nicht negativ reagiert hätten. Im Gegenteil seien viele überrascht gewesen, dass die Courtagen nicht, wie wohl üblicherweise angenommen, bei 20 %, sondern durchschnittlich bei 10 - 12 % der Prämie lägen. Auch Marsh will jedenfalls bei kleineren Kunden den Courtagesatz auf den Rechnungen ausweisen. Alle Beteiligten traten dafür ein, dass dem Kunden deutlicher gemacht werden müsse, welche Leistungen für ihn erbracht würden. Makler wie Versicherer hoben hervor, dass die Dienstleistung der Makler gerade im industriellen Bereich für den VN wichtig seien. Die Versicherer konnten sich nicht vorstellen, jedenfalls kurzfristig darauf zu verzichten. Am Ende der Diskussion meldete sich Herr Oelßner zu Wort und dämpfte die Erwartungen der Assekuranz und Makler, allein mit Versprechungen zu mehr Transparenz das Vertrauen der Kunden schnell wiederzugewinnen. Die jedenfalls in den USA nachgewiesenen Praktiken hätten tiefe Spuren hinterlassen, die nicht so einfach zu beseitigen wären. Aus dem Kreis der Diskutanten wurde eingeräumt, dass es durchaus Jahre dauern könnte, bis die Vertrauensbasis wieder hergestellt sei.

Zu Beginn des zweiten Veranstaltungstages befassten sich Bernhard Fink, Fink Capital Services, Grünewald, und Peter Hacker, JLT Risk Solutions, London, mit den "Auswirkungen von Solvency II und neuen Rechnungslegungsstandards auf internationale Versicherungsprogramme". Als positive Veränderungen für ein internationales Industrierisiko wurde eine Steigerung der Qualität der Erst- und Rückversicherer, eine bessere Vergleichbarkeit der Anbieter, die Geltung identischer Regelungen in vielen Ländern und eine stärkere Differenzierung, von der gut dokumentierte und geschützte Risiken profitieren, genannt. Negativ bewertet wurde dagegen, dass Risiken, zu denen wenig oder kaum statistische Erfahrungen vorliegen, weniger oder keine Kapazität finden werden, schlecht dokumentierte/geschützte Risiken kaum noch einzudecken sind, Risiken mit schlechtem Verlauf teurer werden, die tendenziell höhere Kapitalanforderung für Industriesparten zu Preisdruck führe und es durch die zu erwartenden Konzentrationsprozesse weniger Anbieter geben werde. Als Schlussfolgerung ergebe sich, dass die Bedeutung des aktiven Risikomanagements durch die direkte Anknüpfung des Kapitalbedarfs am Risiko signifikant steigen werde. Außerdem sei die konstante Überprüfung der konkreten Vertragsgestaltungen bereits heute möglich bzw. notwendig und sollte sich an 4 Säulen knüpfen: Accounting, Tax, Corporate Finance und Reinsurance/Risk Management.

Im folgenden widmete sich Joachim Albers, Allianz Global Risks, München, dem Thema "D&O-Versicherung: Entwicklungstrends aus der Sicht eines Anbieters". Den deutschen Markt, der in Europa nach UK die Nr. 2 sei, beschrieb Albers wie folgt: es gäbe mehr als 15 Anbieter, das Prämienvolumen betrage ca. 350 Mio. Euro, das erhältliche Limit liege bei bis zu 250 Mio. Euro (in Einzelfällen aber deutlich höher) und bei den - hoch volatilen - Schäden sei tendenziell eine Zunahme sowohl im Frequenz- als auch im Großschadenbereich feststellbar. Wachstumsmöglichkeiten sah Albers vor allem im kleineren und mittleren Kundensegment, während im Großkundensegment eine verstärkte Auslese sowohl auf Anbieter als auch auf Kundenseite zu erwarten sei. Hinsichtlich der Deckungsqualität und Leistungsbereitschaft machte der Referent einen Trend zur Unsicherheit aus. Der D&O-Markt gehe in die 2. Phase, was ein zunehmendes Qualitätsbewusstsein ausmache. Dies betreffe sowohl das Underwriting, als auch das Feld der Verhandlung, Problemdiskussion und Wording sowie die Schadenbearbeitung. Zum Underwriting meinte der Referent, dass die Versicherer ein stärkeres Verständnis für sog. weiche Faktoren suchten, anhaltend hohen Informationsbedarf hätten und den unmittelbaren Kontakt zum Kunden zu vertiefen suchten. Albers warnte die Kunden vor Fehleinschätzungen beim D&O Einkauf. Falsch seien insbesondere die Annahmen, dass man durch einen Versichererwechsel Prämie einsparen könne, mit der D&O-Versicherung Bilanzschutz eingekauft würde, Fragebögen nicht genau beantwortet werden müssten, die Police nach der Platzierung erst einmal in Jahr im Schrank liegen bleiben könne (Meldepflichtenwerden "vergessen") und mit der sich verbessernden Corporate Governance die D&O-Versicherung zunehmend entbehrlich werde.

Anschließend behandelte Dr. Christian Hinsch das Thema "Innovationen in der Indusrieversicherung". Der Vortrag wurde in vollem Wortlaut in Heft 10/2005, S. 182 ff. wiedergegeben.