14Mär2018

GVNW Fachtagung - Fokus Cyber und Financial Lines

GVNW Cyber-Umfrage: 2/3 der Befragten bevorzugen eine eigenständige Police für Cyber-Versicherungen

Am 14.03.2018 findet die 6. Fachtagung „Fokus Cyber und Financial Lines“ in Köln statt. Die renommierte Veranstaltung ist mittlerweile ein fester Termin für deutsche Risiko- und Versicherungs-Manager. Fast 300 Teilnehmer sind der Einladung des Gesamtverbandes der versicherungsnehmenden Wirtschaft e.V. (GVNW) gefolgt, um sich über die Themen Cyber-Risiken, Cyber-Angriffe und Cyber-Versicherungen sowie über die Schwerpunkte D&O und EPLI zu informieren. Ein Highlight der Veranstaltung ist die Veröffentlichung der aktuellen Ergebnisse der GVNW Cyber-Umfrage, welche 2018 unter den Mitgliedsunternehmen des GVNW durchgeführt wurde.

Aus dem Kreis der Befragten schätzen knapp 80 Prozent die Cyber-Risiken gegenüber anderen Risiken, die den Unternehmenserfolg bedrohen, als hoch oder sehr hoch ein. Fast 60 Prozent sind bereits gegen Cyber-Gefahren versichert – davon 40 Prozent durch eine eigene Cyber-Versicherung. 2/3 der Umfrageteilnehmer sind der Ansicht, dass Cyber-Versicherungen in separaten Policen abgesichert werden sollen. Allerdings ist nur die Hälfte mit den derzeitigen Angeboten der Cyber-Versicherer zufrieden.

Dr. Alexander Mahnke, Vorstandsvorsitzender des GVNW, und Mathieas Kohl, Vorstandsmitglied des GVNW, moderieren die Fachtagung.

Mathieas Kohl, der durch den Programmteil Cyber führt, bewertet die Cyber-Versicherung als ein sehr innovatives und agiles Produkt der Versicherungsindustrie. „Aufgrund des noch schneller „drehenden“ Risikofeldes mit unterschiedlichsten Schadenausprägungen ist diese Versicherungssparte auf der Suche nach einem Platz, bei dem die herkömmlichen Möglichkeiten einer Versicherungskalkulation nur sehr begrenzt und schwer gegeben sind“, sagt Kohl.

Dr. Mahnke, der den Programmteil Financial Lines leitet, ist folgender Ansicht: „D&O-Versicherungen sind komplexe Versicherungslösungen, nicht zuletzt durch die möglichen Interessenkonflikte zwischen den versicherungsnehmenden Unternehmen und den versicherten Personen im Schadenfall. Dazu kommt, dass bei einer internationalen Risikoexponierung ein internationales Versicherungsprogramm nötig sein kann. Deswegen halte ich es für falsch, im Mittelstand bei der Beratung, dem Verkauf und der Umsetzung von D&O-Versicherungen die Komplexität dieser Deckung zu unterschätzen und D&O-Versicherungen als eine Art „Abreißpolice“ zu verkaufen. Auch bei D&O-Versicherungen für mittelständische Unternehmen steckt der Teufel im Detail.“ Er erklärt weiter: „D&O-Versicherungen sind häufig in der Ausgestaltung ihrer Versicherungsbedingungen zu breit und entfernen sich immer weiter vom eigentlichen, nötigen Kernbereich der Deckung. Hier ist auch bei den Konzepten für mittelständische Unternehmen eine Rückbesinnung nötig, verbunden mit der richtigen Aufklärung darüber, was eine D&O-Versicherung im Schadenfall leisten kann, und was eben auch nicht.“

Lesen Sie hier die Pressemitteilung im PDF-Format.